Schelle Schilte Stumpf zeigt den Schock, den wir "Landesgenossen" uns gegenseitig zufügen. Der Abend beschreibt die Konflikte, die aus den unterschiedlichsten Wahrnehmungen von "Heimat" entstehen. Er spielt ironisch mit der Vorstellung, was den Schweizer Bürger ausmacht. Was er darf, was er sein will, was er dem anderen Schweizer antut, wie er sich rächt und wie er sich entschuldigt Schweizer zu sein. Vor allem, wie er seinen Garten vor dem Ausland schützt.
Das Spiegeltheater erarbeitet einen Abend mit literarischen Texten grosser Meister wie Gottfried Keller oder Peter Bichsel, sowie satirischen Sketches von Cory Looser. In lieblicher Weise nimmt die Musik von Fatima Dunn die Sehnsucht nach Heimat auf. Dann machen Klänge wieder spürbar, wie heftig Meinungen in diesem kleinen Land aufeinanderprallen. In der Inszenierung von Utz Bodamer türmen sich Konflikte zu Bergen. Konflikte, die in ihrer Absurdität heftig das Zwerchfell kitzeln.
Schelle, Schilte, Stumpf
Regie: Utz Bodamer Produktion: Cory Looser, Spiegeltheater Spiel: Stefan Kollmuss, Petra Schmigid, Utz Bodamer, Fatima Dunn